UniBowl 2009 Recap
Ein kleiner Bericht aus Hamburger Sicht über den vergangenen Bowl abseits des Gridiron. Wie immer bei solchen monatelang vorbereiteten Ereignissen steht kurz vor Beginn noch einmal alles Kopf. Am Donnerstag waren immer noch keine Goalposts auf dem Feld obwohl seit Monaten bestellt und die Sanitäter haben uns kurzerhand auch noch einmal absagen müssen. Wenigstens waren noch alle Teams an Bord und der Planungsstab trotz aller Rückschläge hochmotiviert. ![]()
Am Freitag überschlugen sich dann die Ereignisse, die Goalposts wurden geliefert und mussten noch aufgebaut, die Halle von allen Stühlen und Bänken befreit, die Grillecke bestückt und natürlich die Teams empfangen werden. Während es sich Paderborn bereits um 22 Uhr satt und mit dem ersten Bier in der Hand auf der Wiese rund um den Platz gemütlich machte, trainierten die Mannheimer noch ein letztes Mal vor dem Bowl. Nur die Karlsruhe Engineers ließen noch ein wenig auf sich warten, einige Staus in der Region Hannover hatten “etwas” verzögert, kurz vor ein Uhr trafen sie dann auch in Hamburg ein. Die Witterungsverhältnisse sorgten dann dafür das aus dem Universitätsgelände ein Biwakplatz wurde, die meisten Teilnehmer zogen es vor die Nacht im Freien zu verbringen.
Mehr oder weniger ausgeschlafen sah man dann alle beim Frühstück in der Mensa wieder, gleichzeitig liefen im Hintergrund die letzten Vorbereitungen, die Musik lief, die Sanis waren pünktlich da und die Tore standen gerade ( Vielen Dank an die Maschinenbauer! ), also alles so wie es sein sollte! Nachdem dann die Schiedsrichter vom AFVHH die erste Chaincrew des Tages eingewiesen hatte, konnten die Spiele beginnen. Die wenigen Zuschauer am Samstagmorgen konnten bereits ein sehr spannendes Spiel beobachten. Die beiden Titelfavoriten Karlsruhe und Paderborn lieferten sich ein spannendes Duell während im Hintergrund die Medienmaschine anlief, vier Kameras versuchten alle Aspekte des Spielgeschehens in HD-Qualität einzufangen, gleichzeitig sah man allerorten schwer mit Teleobjektiven bepackte Fotografen. Die ersten Ergebnisse sind ja in den Links im vorhergehenden Artikel zu bewundern.
Nach und nach füllten sich im Laufe des Nachmittags auch die Zuschauerränge, neben Angehörigen der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr kamen auch viele Footballfans aus der Hansestadt um sich den ersten Hochschulbowl im Norden anzuschauen und waren beeindruckt von der Spielstärke der Teams. Alle Teams hatten sich im Vergleich zum letzten Jahr noch einmal deutlich gesteigert und lieferten Football auf hohem Niveau. Am Ende des ersten Tages standen die Finalteilnehmer fest und man konnte sich mit einem Bier feiern oder über das Abschneiden hinweg trösten. Die Bowl Party kam nach einigen technischen Anlaufschwierigkeiten gut in Gang, viele Spieler ließen es sich trotzdem nicht nehmen den Abend auf dem Hamburger Kiez ausklingen zu lassen.
Dementsprechend geruhsam war dann auch der Start in den Sonntag, vor allem die Finalteilnehmer nutzten die Gelegenheit zum Ausschlafen. Das erste Spiel sahen dann auch fast nur die Hardcorefans der Gastgeber! Zum Finale kam die Sonne dann hinter den Wolken hervor und die Ränge füllten sich. Die Zuschauer konnten noch einmal ein packendes Duell zwischen den Karlsruhe Engineers und den Paderborn UNIcorns sehen bei dem die UNIcorns in diesem Jahr unterlagen und Karlsruhe so den Bowl zum dritten Mal in der Geschichte des Turniers mit nach Hause nehmen konnte.
Nach der Siegerehrung beeilten sich die Teams die Heimreise anzutreten, schließlich lagen noch 800km Autobahn vor den angereisten Teilnehmern. Damit konnten jedoch auch die letzten Aufräumarbeiten schnell in Angriff genommen werden so dass um 19 Uhr alles so aussah als wäre nicht gewesen. Nun nicht ganz alles schließlich standen die Tore immer noch an ihrem Platz und erinnerten an das vergangene Wochenende und den ersten Bowl in der Hansestadt. Bleibt nur zu hoffen das noch einige weitere auf diesem Platz stattfinden.
Ich möchte noch einmal allen Helfern, Mitdenkern, Planern, Unterstützern und Fans für ihre Unterstützung und Hilfe danken! Niemand kann ein solches Projekt allein oder nur im kleinen Kreis bewältigen, viele kleine Räder haben für dieses Wochenende ineinandergriffen!
Der UniBowl XX ist vorbei, wir freuen uns auf XXI. in Paderborn!
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